{"id":218,"date":"2024-05-30T21:48:11","date_gmt":"2024-05-30T19:48:11","guid":{"rendered":"https:\/\/ff-neuhochstein.de\/?page_id=218"},"modified":"2024-05-30T21:53:08","modified_gmt":"2024-05-30T19:53:08","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ff-neuhochstein.de\/index.php\/chronik\/","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Chronik der Feuerwehr Neuhochstein<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Von der Pflichtfeuerwehr zur Freiwilligen Feuerwehr<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pflichtfeuerwehr bestand schon lange vor der freiwilligen Feuerwehr. Dieser Wehr waren nach dem Gesetz alle m\u00e4nnlichen Personen von 20 bis 60 Jahren verpflichtet und mussten bei Br\u00e4nden oder sonstigen Naturkatastrophen eintreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gemeinde unterlag die Obhut und somit auch die erforderliche Beschaffung der Ausr\u00fcstung. Die Ausr\u00fcstung in \u201eKackenberg\u201c bestand aus einer Handspritze, die von den Feuerwehrkameraden gezogen und von mindestens 4 Personen bedient werden mussten. Zwei h\u00f6lzerne Leitern, circa. 50 m Schlauch, ein Messingstrahlrohr und sechs aus Schilf oder Stroh gepresste Eimer zum Wassertransport. Die zwei bis drei \u00dcbungen, die j\u00e4hrlich abgehalten werden sollten, wurden selten eingehalten. Einige Schwel\u2013 und Entstehungsbr\u00e4nde konnten in den Jahren zwischen 1910 und 1930 gel\u00f6scht werden. Doch bei den \u00fcbrigen sechs Br\u00e4nden zwischen 1910 und 1930 fielen die Wohnh\u00e4user teils mit Stallung dem Brand zum Opfer. Hier konnten die Feuerwehrm\u00e4nner einschlie\u00dflich der helfenden Nachbarn, aufgrund der baulichen Gegebenheiten und des sehr schnellen ausbreitenden Feuers nur noch Schutt und Asche wegr\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In 1919 und 1920 wurde die \u00f6rtliche zentrale Wasserleitung verlegt. 1926 konnte am Hochstein ein Wasserhochbeh\u00e4lter mit zwei Kammern je 40m\u00b3 Fassungsverm\u00f6gen gebaut werden. Nach der Erstellung des Hochbeh\u00e4lters wurde vom Gemeinderat verf\u00fcgt, dass eine Kammer st\u00e4ndig gef\u00fcllt sei und f\u00fcr den Brandfall als Wasserreservoir bereit steht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein bedeutendes Jahr war 1927. Hier wurde der Ort \u201eKackenberg\u201c in Neuhochstein umbenannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 10.08.1940 war es dann soweit: Von der Gemeinde wurde eine Spritze TS4 gekauft. Es wurde die Freiwillige Feuerwehr Neuhochstein gegr\u00fcndet. In der Freiwilligen Feuerwehr wurden aus der bisherigen Pflichtwehr 56 Personen \u00fcbernommen. Zum Wehrf\u00fchrer wurde Wilhelm Kexel bestellt. Noch im Oktober 1940 nahm W. Kexel an dem \u201eF\u00fchrerlehrgang\u201c in Kassel teil. Er wurde vom B\u00fcrgermeister Karl T\u00fcrk zum Obertruppf\u00fchrer bef\u00f6rdert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In 1942 wurden alle Gr\u00fcndungskameraden, welche im aktiven Dienst waren r\u00fcckwirkend zum Gr\u00fcndungdatum zum Truppmann bef\u00f6rdert. Einzelne Kameraden&nbsp;&nbsp;erhielten die Bef\u00f6rderung zum Obertruppmann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W. Kexel teilte die Feuerwehrm\u00e4nner in Dreiergruppen f\u00fcr die \u00dcbungen ein. Wegen der anschlie\u00dfend st\u00e4ndigen Einberufungen zur Wehrmacht bestand die Feuerwehr nur noch aus einer Gruppe. Der Stellvertreter Josef Siefert leitete in Abwesenheit von W. Kexel bis zu seiner R\u00fcckkehr aus der Kriegsgefangenschaft am 01.07.1945 die Wehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter dem damaligen Regierungspr\u00e4sidenten wurde in 1946 die Mannschaftsst\u00e4rke der Feuerwehren um ca. 50% reduziert. F\u00fcr die Wehr Neuhochstein bedeutete dies ein Brandmeister, ein L\u00f6schmeister und 16 Feuerwehrm\u00e4nner. Alle \u00fcbrigen Feuerwehrm\u00e4nner wurden ab sofort zu Ehrenmitgliedern ernannt. Mit dem Wehrf\u00fchrer Wilhelm Kexel wurden wieder regelm\u00e4\u00dfig die \u00dcbungen durchgef\u00fchrt. Um Versammlungen abzuhalten bedurfte es der Zustimmung der Besatzungsbeh\u00f6rde. In der internen Beitragskasse war in 1946 ein Betrag von 15,22 RM zu verzeichnen. Der Beitrag wurde f\u00fcr alle Feuerwehrangeh\u00f6rigen bis auf weiteres gestundet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In 1949 wurde Peter M\u00fcller zum Wehrf\u00fchrer bestellt. Er leitete die Neuhochsteiner Wehr bis 1969. In dieser Zeit, wo der Mitbegr\u00fcnder der Feuerwehr Robert Kexel im Gemeinderat war und der Mitbegr\u00fcnder Anton Jakob als B\u00fcrgermeister fungierte, wurde die pers\u00f6nliche sowie technische Ausr\u00fcstung erheblich aufgestockt. Unter anderem in 1952 wegen schlechter Beschaffenheit des damaligen Ger\u00e4tehauses (Schuppen) ein neues Ger\u00e4tehaus erbaut. 1957 eine acht Meter lange Ausziehleiter angeschafft, in 1960 eine neue Motorspritze TS8-8, in 1963 ein H\u00e4ngerfahrzeug f\u00fcr die Spritze angeschafft und in 1961 wurden alle Aktiven mit Dienstuniformen ausger\u00fcstet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gab dann in 1969 wegen der Zusammenf\u00fchrung der jetzigen Ortsteile H\u00f6hn, Oellingen, Sch\u00f6nberg und Neuhochstein zu einer Gro\u00dfgemeinde H\u00f6hn, im Brandschutz einen neuen Zust\u00e4ndigkeitsbereich der in 1975 f\u00fcr den Brandschutz per Gesetz auf die Verbandsgemeinde Westerburg \u00fcberging. Auch zu dieser Zeit gab es wieder einen erheblichen Nachholbedarf aufgrund der technischen Ver\u00e4nderungen, der veralteten Ger\u00e4te, sowie der ver\u00e4nderten technischen Hilfeleistungen. So wurde von der Verbandsgemeinde Ger\u00e4te, sowie Schlauchmaterial nach und nach ausgewechselt. Wehrf\u00fchrer war von 1969 bis 1975 Hans Raab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahre 1975 wurde Waldemar Tietjen neuer Wehrf\u00fchrer. Er hatte diesen Posten inne bis zum Jahre 1979.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In 1977 war es endlich soweit: Wir bekamen einen Ford Transit als Feuerwehrfahrzeug \u00fcbergeben. Die Wehr war nun beweglicher und man musste nicht wie \u00fcblich einen Traktor als Zugfahrzeug vor den H\u00e4nger spannen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4ter wurden 18 Kameraden mit neuen Dienstuniformen von der Verbandsgemeinde ausger\u00fcstet. Lehrg\u00e4nge konnten bei der Feuerwache in Westerburg absolviert werden und so verf\u00fcgte die Feuerwehr Neuhochstein \u00fcber einen guten Ausbildungsstand. Aber auch im kulturellen Bereich waren wir mit unseren Ortsvereinen, ausgedr\u00fcckt in der Feuerwehrsprache immer voll im Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1979 wurde Eberhard Zirfas zum Wehrf\u00fchrer bestellt. Dieses Amt f\u00fchrte Eberhard Zirfas bis 1994 aus. Als Nachfolger wurde dann Veit Kexel gew\u00e4hlt und er ist bis heute als L\u00f6schgruppenf\u00fchrer t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe der Zeit wurde die Feuerwehr Neuhochstein zu verschiedenen Eins\u00e4tzen gerufen. Diese bestanden aus Keller auspumpen, Wohnhausbr\u00e4nden, Kaminbr\u00e4nden, einem Fl\u00e4chenbrand auf der Dorfwiese, der Suche nach vermissten Personen, dem Brand der Schutzh\u00fctte am Hochstein, der Blockh\u00fctte am Sch\u00f6nberger Weiher, einem Gro\u00dfbrand im Kunststoffwerk in H\u00f6hn und einem Verkehrsunfall mit der Suche vermisster Personen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang der 90er wurde die Neuhochsteiner Wehr von der Verbandsgemeinde Westerburg mit zwei Atemschutzger\u00e4ten, sowie zwei Reserveflaschen ausger\u00fcstet. Mitte der 90er wurden 10 Kameraden mit feuerhemmenden Einsatzjacken &#8211; sogenannten Hupfjacken &#8211; best\u00fcckt. 1998 wurden vier St\u00fcck 2m Handfunksprechger\u00e4te, sowie vier Handleuchten ebenfalls aus den eigenen R\u00fccklagen angeschafft. Hieraus ist erkennbar wie wichtig die Einnahmen aus den Kulturveranstaltungen in der Gemeinde sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach langj\u00e4hrigen Planungen konnten wir im Fr\u00fchjahr 1999 mit dem Bau unseres Ger\u00e4tehauses beginnen, der nach einer Bauzeit von 3 Jahren und einer Eigenleistung von 3600 Stunden, am 02.11.2002 mit einer feierlichen Einweihung mit \u00f6rtlicher Prominenz gekr\u00f6nt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 01.04.2000 konnten wir nach ebenfalls langer Planung eine gemeinsame Jugendfeuerwehr aller vier Wehren von H\u00f6hn ins Leben rufen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem unser altes treues TSF im Jahre 2008 durch den T\u00dcV ausgemustert wurde,&nbsp;&nbsp;erteilte die VG Westerburg der Firma ADIK in Mudersbach den Auftrag f\u00fcr ein neues Fahrzeug.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Oktober 2008 konnten wir unsere neue Pumpe TS 10\/1000 in Betrieb nehmen. Im gleichen Jahr wurden aus der Vereinskasse 10 neue Einsatzuniformen angeschafft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 16.05.2009 wurde das neue TSF im gro\u00dfen Rahmen feierlich der Feuerwehr Neuhochstein \u00fcbergeben. Mit diesem Fahrzeug sind wir f\u00fcr die n\u00e4chste Zeit auf dem neuesten technischen Stand.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im M\u00e4rz 2013 erhielten wir von der Verbandsgemeinde die lange schon erforderlichen neuen Atemschutzger\u00e4te.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um den historischen Ger\u00e4tschaften, die beim Auszug aus dem alten Ger\u00e4tehaus in der Nachbarschaft untergestellt wurden, eine neue Unterbringungsm\u00f6glichkeit zu schaffen, wurde ein Anbau \u201eNord\u201c in Angriff genommen. Baubeginn war im September 2011, der nach zahlreichen Arbeitsstunden am 01.05.2012 in Betrieb genommen werden konnte. Die historischen Ger\u00e4tschaften sind hiermit vor Wind und Wetter gesch\u00fctzt und bleiben uns so noch lange erhalten. Auch diese Ma\u00dfnahme wurde in vollem Umfang aus der Vereinskasse finanziert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im November 2014 wurde unser Fahrzeug mit Digitalfunk ausger\u00fcstet. Weiterhin erhielten wir 4 digitale Handfunkger\u00e4te.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom 17. \u2013 19.07.2015 feierte die L\u00f6schgruppe Neuhochstein ihr 75 &#8211;&nbsp;&nbsp;j\u00e4hriges Bestehen mit einem gro\u00dfen Fest vor dem Ger\u00e4tehaus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 30. September 2017 konnte ein gebrauchter&nbsp;&nbsp;9 \u2013 Sitzer Bus der Marke Opel in Dresden abgeholt werden. Dieser wurde anschlie\u00dfend in kompletter Eigenleistung als Mannschaftstransportfahrzeug umgebaut. Finanziert wurde das Fahrzeug mit 14.000 \u20ac aus Vereinsmitteln &amp; 15.000 \u20ac aus Spenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einweihung fand am 02. Juni 2018 statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 25. November 2023 fand die regul\u00e4re Wahl der L\u00f6schgruppenf\u00fchrung statt. Hier wurde Tim Heidrich zum L\u00f6schgruppenf\u00fchrer und Thorsten Kraft zu seinem Stellvertreter gew\u00e4hlt und vereidigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neuhochstein im Mai 2024<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chronik der Feuerwehr Neuhochstein Von der Pflichtfeuerwehr zur Freiwilligen Feuerwehr Die Pflichtfeuerwehr bestand schon lange vor der freiwilligen Feuerwehr. 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